Sie möchten sich selbstständig machen und fragen sich, ob Ihre Geschäftsidee wirtschaftlich tragfähig ist, welche Förderung infrage kommt und welche Unterlagen Sie wirklich brauchen? Eine Existenzgründungsberatung hilft Ihnen, aus einer Idee einen überprüfbaren Plan zu machen – von Zielgruppe und Angebot über Kapitalbedarf bis zur Vorbereitung von Bank- oder Fördergesprächen.
Auf dieser Seite erfahren Sie, wann sich eine Gründungsberatung lohnt, wie sie abläuft, welche Kosten entstehen können und wo Sie zwischen kostenfreien Orientierungsangeboten und individueller Fachberatung wählen können. Entscheidend ist nicht die Menge der Unterlagen, sondern dass Geschäftsmodell, Zahlen und Ihre persönliche Situation zusammenpassen.
Eine gute Beratung beginnt nicht mit einer fertigen Businessplan-Vorlage, sondern mit den richtigen Fragen. Sie strukturiert das Vorhaben, prüft kritische Annahmen und zeigt, welche Entscheidungen zuerst getroffen werden sollten.
Ein professionell ausgearbeiteter Businessplan kann das Ergebnis der Beratung sein, ist aber nicht in jedem Fall der erste Schritt. Wer noch zwischen mehreren Gründungsideen schwankt, braucht zunächst Orientierung und eine kritische Machbarkeitsprüfung.
Besonders wertvoll ist professionelle Unterstützung, wenn Sie erstmals gründen, aus der Arbeitslosigkeit in eine hauptberufliche Selbstständigkeit wechseln, einen hohen Kapitalbedarf haben oder Ihre bisherigen Umsatzannahmen kaum belegen können. Auch eine Unternehmensübernahme oder Gründung mit Mitarbeitenden erhöht die Anforderungen an die Planung.
Für eine erste Orientierung sind öffentliche Anlaufstellen sinnvoll. Sobald Kreditgeber, Förderstellen oder potenzielle Partner belastbare Zahlen und ein nachvollziehbares Konzept erwarten, kann eine vertiefte Beratung wirtschaftlich sinnvoll sein. Sie sollte dabei auch Schwächen benennen dürfen: Nicht jedes Vorhaben ist zum geplanten Zeitpunkt tragfähig.
Das Ergebnis sollte ein für Sie verständlicher Fahrplan sein. Ein Berater, der nur ein standardisiertes Dokument abliefert, ohne Ihre Annahmen kritisch zu prüfen, erfüllt diesen Zweck nicht.
Für das erste Gespräch reichen Stichpunkte. Eine vollständige Ausarbeitung müssen Sie in der Regel noch nicht mitbringen. Je besser Sie Ihre Ausgangslage beschreiben können, desto konkreter wird die Beratung.
Praxis-Tipp: Notieren Sie auch, was Sie noch nicht wissen. Offene Annahmen sind kein Makel – sie sind der Ausgangspunkt für eine belastbare Planung.
Eine Beratung ist von der Förderung der eigentlichen Gründung zu unterscheiden. Je nach Ausgangslage sind unterschiedliche Wege relevant:
Vorsicht bei pauschalen Versprechen wie „100 % garantiert gefördert“: Voraussetzungen, Zulassung, Zuständigkeiten und Antragstellung müssen individuell geprüft werden. Informationen zur Unternehmensfinanzierung helfen bei der weiteren Orientierung.
Eine Existenzgründungsberatung sollte zeigen, wie empfindlich Ihr Vorhaben auf geringere Nachfrage reagiert. Das folgende Rechenbeispiel ist rein fiktiv und beschreibt weder marktübliche Preise noch eine individuelle Unternehmensplanung.
| Monatliche Beispielrechnung | 8 Aufträge | 5 Aufträge |
|---|---|---|
| Umsatz bei 950 € je Auftrag | 7.600 € | 4.750 € |
| Auftragsabhängige Kosten (100 € je Auftrag) | 800 € | 500 € |
| Feste betriebliche Kosten | 1.800 € | 1.800 € |
| Vereinfachter Überschuss vor weiteren Abzügen | 5.000 € | 2.450 € |
Von diesem Betrag sind je nach Situation unter anderem Steuern, Kranken- und Altersvorsorge, Finanzierungskosten und private Lebenshaltung zu berücksichtigen. Außerdem ist ein rechnerischer Überschuss nicht identisch mit verfügbarer Liquidität: Zahlungsziele, offene Rechnungen und Anlaufverluste können entscheidend sein. Eine fundierte Planung berücksichtigt daher auch den Kapitalbedarf und eine monatliche Liquiditätsvorschau.
Öffentliche Stellen wie IHK, HWK und regionale Gründungsinitiativen sind ein guter Startpunkt für allgemeine Informationen zu Formalitäten, Anlaufstellen und regionalen Angeboten. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie noch unsicher sind, ob und wie Sie gründen möchten.
Eine individuelle betriebswirtschaftliche Beratung lohnt sich eher, wenn das Geschäftsmodell bewertet, ein banktauglicher Finanzplan erstellt oder ein konkreter Antrag vorbereitet werden muss. Fragen Sie nach Erfahrung in Ihrer Branche, einem klaren Leistungsumfang, nachvollziehbaren Kalkulationen und der Möglichkeit, kritische Rückfragen zu stellen.
Empfehlung: Nutzen Sie kostenlose Orientierungsangebote, wo diese ausreichen. Investieren Sie gezielt in die Prüfung jener Annahmen und Zahlen, bei denen Fehlentscheidungen teuer werden könnten.
Eine erste Orientierung erhalten Gründer häufig bei IHK, HWK oder öffentlichen Gründungsstellen. Individuelle betriebswirtschaftliche Beratung ist je nach Anbieter kostenpflichtig. Ob eine öffentliche Förderung der Beratung möglich ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation und den geltenden Programmbedingungen ab.
Der Aufwand hängt vom Beratungsziel ab: ein Orientierungsgespräch, die Prüfung eines vorhandenen Konzepts oder die vollständige Erstellung von Business- und Finanzplan sind unterschiedliche Leistungen. Klären Sie vorab Leistungsumfang, Ergebnisse, Termine und Preis schriftlich. Pauschale Kostenangaben ohne Kenntnis des Vorhabens wären wenig aussagekräftig.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) ausstellen. Ein Anspruch auf einen Gutschein besteht nicht generell; außerdem müssen Maßnahme und Träger zugelassen sein. Informieren Sie sich über das AVGS-Gründercoaching, bevor Sie eine geförderte Maßnahme beginnen.
Nein. Der Gründungszuschuss ist an gesonderte Voraussetzungen gebunden; über den Antrag entscheidet die zuständige Agentur für Arbeit. Eine gute Planung und gegebenenfalls eine fachkundige Stellungnahme helfen bei der Vorbereitung, ersetzen aber keine Bewilligung.
Viele Arbeitsschritte lassen sich digital erledigen: Erstgespräch, Dokumentenprüfung, Finanzplanung und Abstimmung. Ob ein persönlicher Termin nötig ist, hängt vom Vorhaben und von den Anforderungen beteiligter Stellen ab.
Idealerweise, bevor Sie langfristige Verträge unterschreiben, große Investitionen tätigen oder einen Förderantrag stellen. Gerade bei geförderter Beratung und Finanzierung können Fristen und die Reihenfolge der Schritte entscheidend sein.
Neben einer guten Gründungsberatung helfen passende Werkzeuge für Buchhaltung und Geschäftskonto. Vergleichen Sie Funktionen, Kosten und Voraussetzungen.
Eine sorgfältig ausgewählte Kombination kann wiederkehrende Verwaltungsaufgaben nach dem Start vereinfachen.
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Fachkundige Stellungnahme zur Tragfähigkeit, sofern Sie diese für den Gründungszuschuss oder einen anderen Zweck benötigen.
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Alle Leistungen werden von Jörg Teschner – Businessplaner, Berater & Finanzierungscoach – erbracht.
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