© Yabresse – Fotolia.com

Cashflow

Der Cashflow (englisch “cash Flow” “Geldfluss, Kassenzufluss, Kapitalfluss) dient als wichtige Bilanzkennzahl und läßt darauf schließen, wie liquide Ihr Unternehmen ist. Die betriebswirtschaftliche Kennzahl stellt Einzahlungen und Auszahlungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums gegenüber. Er kann auch als Überschuss aus den regelmäßigen betrieblichen Einnahmen gegenüber den regelmäßig betrieblichen Ausgaben bezeichnet werden. Der Cashflow zeigt, inwiefern ein Unternehmen in der Lage ist, sich von innen heraus zu finanzieren (Innenfinanzierung).

Die Cashflow Rechnung wird im Businessplan auch als Finanzflussrechnung oder Kapitalflussrechnung bezeichnet. Sie läßt Aussagen über die Finanzkraft und Ertragskraft im Unternehmen zu und wird somit als wichtige Bilanzkennzahl betrachtet.

Cashflow berechnen

Bei der Berechnung des Cashflow unterscheidet man zwischen der direkten und der indirekten Methode. Erfolgt die Berechnung auf indirektem Wege, rechnet man die nicht zahlungswirksamen Posten aus dem Jahresüberschuss heraus.

Indirekte Berechnungsmethode

Die vereinfachte Vorgehensweise für die indirekte Berechnung lautet wie folgt:

Jahresüberschuss

– nicht zahlungswirksame Erträge

+ nicht zahlungswirksame Aufwendungen

= Cash Flow (vereinfacht dargestellt)

Beispiele für nicht zahlungswirksame Aufwendungen:
  • Rückstellungen
  • Abschreibungen
  • Periodenfremde und außerordentliche Aufwendungen
  • Bestandsminderungen
  • Erhöhung Sonderposten mit Rücklageanteil
  • Erhöhung Gewinnvortrag
Beispiele für nicht zahlungswirksame Erträge:
  • Verringerung des Gewinnvortrags
  • Auflösung von Wertberichtigungen
  • Verringerung Sonderposten mit Rücklagenanteil
  • Auflösung Rückstellungen
  • Bestandserhöhungen
  • Aktivierte Eigenleistungen
  • Periodenfremde und außerordentliche Erträge

Direkte Berechnungsmethode

Die vereinfachte Vorgehensweise für die direkte Berechnung lautet wie folgt:

+ zahlungswirksame Erträge

– zahlungswirksame Aufwendungen

= Cash Flow

Beispiele für zahlungswirksame Erträge:
  • Einbringung von Eigenkapital
  • Einbringung von Fremdfinanzmitteln (Aufnahme Kredit)
  • Einzahlung von Umsätzen und Forderungen
  • Übrige Einzahlungen
  • Desinvestitionen
Beispiele für zahlungswirksame Aufwendungen:
  • Auszahlung Personalkosten
  • Auszahlung Material – und Warenverbindlichkeiten
  • Entnahme von Eigenkapital
  • Tilgung von Krediten
  • Tätigung von Investitionen
  • Übrige Auszahlungen