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Gründungszuschuss Agentur für Arbeit

Mit dem Gründungszuschuss in eine neue Zukunft starten

Haben Sie sich entschieden, den Sprung in die Selbständigkeit zu wagen? Jedes neue Unternehmen braucht in der Anfangszeit eine finanzielle Sicherheit. Die Agentur für Arbeit bietet die Möglichkeit, einen Gründungszuschuss zu beantragen. Hierfür müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Es wird dann nach Ermessen entschieden, ob der Antrag genehmigt oder abgelehnt wird.

Gründungszuschuss Agentur für Arbeit – Gute Vorbereitung ist der halbe Gründungszuschuss

Für die Beantragung gibt es bei der Agentur für Arbeit ein eigenes Formular. Dieses muss korrekt und vollständig ausgefüllt werden. Weiterhin sind zusätzliche Dokumente erforderlich. Für die optimale Vorbereitung sollte jeder Existenzgründer einen Businessplan aufstellen. Die Geschäftsidee wird strukturiert zu Papier gebracht und dient als Grundlage des Antrages. Dabei sollte der Plan von einer fachkundigen Stelle wie Steuerberater oder Gründungsberater gegen gezeichnet sein. Gehen Sie gut vorbereitet in das persönliche Gespräch mit dem Berater bei der Arbeitsagentur. Legen Sie schlagfeste Argumente vor, die für eine Selbständigkeit sprechen anstatt eine Festanstellung zu übernehmen.

Gründungszuschuss Agentur für Arbeit – Wer hat die Möglichkeit, einen Gründungszuschuss zu bekommen?

Erste Voraussetzung, um in den Genuss der Finanzhilfe von der Agentur für Arbeit zu kommen, ist Ihr Anspruch auf Arbeitslosengeld. Die Existenzgründung wird von der Agentur für Arbeit gefördert, damit keine Zahlung von Arbeitslosengeld für Sie anfällt. Allerdings muss in den beiden letzten Jahren mindestens eine zwölfmonatige Festanstellung vorliegen, Sie müssen also mindestens 1 Jahr lang in die Arbeitslosen-Versicherung ein bezahlt haben. Weiterhin muss dieser Anspruch mindestens noch für 150 Tage gelten. Sie haben einen Nachweis zu erbringen, dass Ihr Vorhaben tragfähig ist und Sie dauerhaft davon leben können.

Gründungszuschuss Agentur für Arbeit – Wie hoch ist der Gründungszuschuss?

Sie erhalten bei Genehmigung des Antrages durch die Agentur für Arbeit eine Förderung für die Zeit von höchstens 15 Monaten. Während der ersten 6 Monate Ihrer Existenzgründung wird Ihnen ein monatlicher Betrag in Höhe Ihres Arbeitslosengeldes bezahlt. Dies ist die Grundförderung, hinzu kommen 300 Euro Gründungszsuchuss zur Deckung Ihrer Sozialabgaben. Mit dieser Zahlung können Sie ggfs. über die Runden kommen, so lange Ihr Start-Up noch keine Gewinne ab wirft. Je nach Gegebenheit kann eine Nachförderung genehmigt werden. Ist Ihre Firma gut angelaufen, besteht die Chance auf eine monatliche Zahlung von 300,– Euro für weitere 9 Monate. Übrigens sind die gesamten Zahlungen für Ihren Gründungszuschuss steuerfrei.

Gründungszuschuss Agentur für Arbeit – Existenzgründung trotz Angestelltenverhältnis?

Wer nicht arbeitslos, sondern in einer festen Anstellung ist, kann ebenfalls einen Gründungszuschuss beantragen. Allerdings hat die Agentur für Arbeit nicht unbedingt Interesse daran, dass jemand seinen Job kündigt und sich in eine risikoreiche Zukunft stürzt. Ein direkter Übergang von einer Festanstellung in eine Selbständigkeit mit Förderungszahlungen ist nicht möglich. Es muss eine Arbeitslosigkeit von mindestens einem Tag vorliegen, erst dann können Sie den Antrag stellen. Kündigen Sie Ihre Arbeitsstelle, erhalten Sie eine Sperrfrist in Bezug auf das Arbeitslosengeld. Da dies aber die erste Voraussetzung ist für einen Gründungszuschuss, entfällt dieser. Anders sieht es aus, wenn Sie in einem befristeten Arbeitsverhältnis stehen und dieses ausläuft oder Sie vom Arbeitgeber gekündigt werden.

Der Businessplan für Ihren erfolgreichen Antrag auf den Gründungszuschuss

Die Bewilligung für Ihren Antrag auf den Gründungszuschuss liegt im Ermessen der Arbeitsagentur. Um jedoch eine möglichst große Chance auf eine Zusage des Gründungszuschusses zu haben, sollten Sie einen professionell ausgearbeiteten Businessplan vorlegen. Aus dem Businessplan sollte hervorgehen, dass sich Ihr Gründungsvorhaben in absehbarer Zeit zu einer tragfähigen Existenz entwickelt und dass Sie für den Start auf den Gründungszuschuss angewiesen sind. Hierbei ist darauf zu achten, eine möglichst realistische Einschätzung der erwarteten Umsätze und Gewinne darzustellen. Stellen Sie die Umsatz- und Gewinnentwicklung zu niedrig dar, stellt die Arbeitsagentur die Tragfähigkeit Ihrer Existenzgründung womöglich in Frage. Stellen Sie die Umsatz- und Gewinnentwicklung zu hoch dar, könnte die Arbeitsagentur zu dem Schluß kommen, dass Sie den Gründungszuschuss nicht benötigen. Um diese Risiken so weit wie möglich zu minimieren, sollten Sie Ihren Businessplan von einem Experten erstellen lassen.